Was ist der Haken zwischen Cardano und XRP? Hier erfahren Sie, warum die Gemeinschaften aneinander geraten
Eine Meinungsverschiedenheit über die US-Kryptoregulierung ist in die Öffentlichkeit gelangt und hat die Cardano- und XRP-Community in einen unerwarteten Konflikt gestürzt. Der Grund ist der Digital Asset Market Clarity Act, ein Gesetzesentwurf, der festlegen soll, wie digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten reguliert werden.
Die Meinungsverschiedenheit begann, nachdem Charles Hoskinson Brad Garlinghouse offen wegen seiner Haltung zur Gesetzgebung kritisiert hatte, was zu Widerstand von prominenten XRP-Community-Mitgliedern führte. Dies geschieht kurz nachdem Berichte darauf hindeuten, dass die Frustration der Gesetzgeber gegenüber Coinbase über Meinungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit dem Clarity Act zunimmt.
Hoskinsons Kritik und Garlinghouses Position im vollständigen Kontext
Die Spannung kam während eines Livestreams im Januar 2026 an die Oberfläche, als Hoskinson Garlinghouses offensichtliche Unterstützung für die Weiterentwicklung des Clarity Act trotz seiner Mängel kritisierte. In dem Video äußerte Hoskinson seine Skepsis gegenüber der Richtung und den Ursprüngen des Gesetzentwurfs und bemerkte sarkastisch: „Und was wir haben, ist, dass Elizabeth Warren den Gesetzentwurf geschrieben hat, das ist Führung, an die wir glauben können.“
Er bestritt weiterhin die Idee, dass die Verabschiedung eines unvollkommenen Gesetzes besser sei als anhaltende Unsicherheit, und verwies dabei direkt auf die Position von Ripple-CEO Brad Garlinghouse. Hoskinson stellte die Frage, ob die Übergabe der Regulierungsbefugnisse an dieselben Institutionen, die zuvor Kryptounternehmen verklagt, vorgeladen oder geschlossen haben, wirklich als Fortschritt angesehen werden könne.
Hoskinsons Bemerkungen blieben nicht unbeantwortet. Vet, ein bekanntes XRP-Community-Mitglied und XRP-Ledger-dUNL-Validator, veröffentlichte das Video erneut auf X und kritisierte Hoskinsons Ansatz. Vet stellte die Frage, warum Hoskinson sich dafür entschied, Garlinghouse öffentlich anzugreifen, anstatt konstruktiv zum Gesetzgebungsprozess beizutragen, und schrieb: „Wie wäre es, wenn wir uns darauf konzentrieren würden, das Clarity Bill mitzugestalten, anstatt Brad grundlos zu überfallen, Charles?“
Warum der Clarity Act für beide Gemeinschaften wichtig ist
Der Clarity Act ist einer der wenigen Gesetzesentwürfe, die während der aktuellen kryptopositiven Trump-Regierung eingeführt wurden und darauf abzielen, Struktur in ein seit Jahren unsicheres regulatorisches Umfeld zu bringen. Insbesondere der Clarity Act wurde eingeführt, um Klarheit darüber zu schaffen, ob digitale Vermögenswerte als Wertpapiere oder Waren behandelt werden sollten und welche Behörden sie überwachen sollten.
Der Gesetzentwurf stellt einen notwendigen Schritt in Richtung Rechtssicherheit und institutioneller Beteiligung dar. Befürworter von XRP neigen dazu, die Zusammenarbeit mit dem Gesetzgeber nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten als einen praktischen Weg nach vorne zu betrachten. Andere wie Charles Hoskinson sind jedoch anderer Meinung.
Der Clarity Act ist nicht ohne Probleme. Dem Weißen Haus nahestehende Quellen sagen, dass die Regierung erwägt, ihre Unterstützung für den Clarity Act zurückzuziehen, wenn Coinbase nicht zu den Verhandlungen über die Bestimmungen zur Stablecoin-Rendite zurückkehrt. Brian Armstrong, CEO von Coinbase, wies jedoch darauf hin, dass Coinbase aktiv daran arbeite, eine gemeinsame Basis mit Banken in renditebezogenen Fragen zu finden.
Ein ähnliches Gesetz namens „Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins Act“ oder „GENIUS Act“ wurde 2025 von Präsident Donald Trump in Kraft gesetzt, um eine bessere regulatorische Klarheit für Stablecoins in den Vereinigten Staaten zu schaffen.
Interessanterweise gehörte Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, zu den führenden Vertretern der Kryptobranche, die ihre Unterstützung für den Genius Act zum Ausdruck brachten, nachdem er in Kraft getreten war.
