Großbritannien hebt Einzelhandelsverbot für Krypto-ETNs auf und ebnet den Weg für Investitionen aus Renten und ISAs
Das Vereinigte Königreich hat sein mehrjähriges Einzelhandelsverbot für börsengehandelte Krypto-Notes (ETNs) offiziell aufgehoben und erklärt, der Markt für digitale Vermögenswerte sei so weit ausgereift, dass Einzelpersonen über regulierte Produkte investieren könnten, auch wenn Anleger etwas länger warten müssten, um sie in ihre Portfolios aufzunehmen.
In einer Richtlinienaktualisierung am Mittwoch bestätigte die Financial Conduct Authority (FCA), dass Privatanleger jetzt gelistete Krypto-ETNs (cETNs) kaufen können an von der FCA anerkannten Börsen wie der London Stock Exchange (LSE).
Krypto-ETNs sind börsengehandelte Schuldscheine, die die Bitcoin- oder Ether-Preise verfolgen, ohne dass Anleger direkten Besitz von Münzen erhalten. Sie fallen unter das Dach der börsengehandelten Produkte (ETPs), zu denen auch börsengehandelte Fonds (ETFs) gehören.
Während globale ETNs normalerweise keine physische Absicherung erfordern, müssen Krypto-ETNs an der Londoner Börse vollständig physisch durch zugrunde liegende Vermögenswerte gedeckt sein, die von regulierten Depotbanken gehalten werden, und dürfen keine Hebelwirkung nutzen.
Während das Verbot am Mittwoch offiziell aufgehoben wurde, dauert es eine Verzögerung, bis Privatanleger dazu in der Lage sein werden
Krypto-ETNs in ISAs und Renten
Die britische Steuerbehörde HM Revenue & Customs sagte in einem am Mittwoch veröffentlichten Grundsatzpapier, dass Krypto-ETNs in Aktien und Anteilen auf individuellen Sparkonten (ISAs) gehalten und registriert werden können Pensionspläne – Anleger können auf diesen Konten steuerfreie Erträge erzielen.
Ab dem 6. April 2026 werden cETNs als Investitionen in Innovative Finance ISA (IFISA) umklassifiziert, ihre Steuervorteile bleiben jedoch unverändert. Beamte sagten, die Verschiebung spiegele das Engagement der Regierung wider, langfristige Sparmöglichkeiten zu diversifizieren und digitale Finanzen in gängige Anlagestrukturen zu integrieren.
Die London Stock Exchange listet bereits Krypto-ETNs
Die London Stock Exchange listet bereits mehrere Krypto-ETNs von Emittenten wie 21Shares, WisdomTree und ETC Group, die bisher nur professionellen Anlegern zur Verfügung standen. Auf diese Produkte können nun Privatanleger über regulierte Plattformen zugreifen.
Beliebte in den USA notierte Spot-Krypto-ETFs wie der IBIT von BlackRock sind jedoch weiterhin nicht zugelassen, da sie an nicht-britischen Märkten in Dollar gehandelt werden. Börsen und werden gemäß den FCA-Regeln nicht anerkannt.
Von großen ISA-Anbietern – darunter IG, AJ Bell und Hargreaves Lansdown – wird erwartet, dass sie die Richtlinie überprüfen, bevor sie cETNs auf ihren Plattformen aktivieren. Die Einführung wird voraussichtlich schrittweise erfolgen, da die Anbieter ihre Compliance-Systeme und Verwahrungsvereinbarungen anpassen.
